Wenn man das physiologische Tragen entdeckt, sei es im Tragetuch oder in der Babytrage, erklärt man uns gerne die Vorteile des Tragens seines Kindes und die gesamte technische Seite, die damit einhergeht. Die Begriffe "physiologische Position", "Hüftdysplasie" oder "Volt" wurden schnell in meinen Wortschatz integriert. Was man uns jedoch nicht sagt, ist, dass unser Alltag mit einem getragenen Baby anders sein wird als der von nicht-tragenden Eltern. Hier ist eine Top-5 der alltäglichen Situationen, in denen das Tragen meines Babys mir das Leben erheblich erleichtert hat!
1 - Den Haushalt mit Baby erledigen
Ja, als ich Mutter wurde, hatte ich das nicht erwartet. Mein Haus sah aus wie eine Baustelle, die Wäsche war nicht gewaschen, Spielzeug bedeckte den Boden und verwandelte ihn in ein Minenfeld. Keine Möglichkeit, das klebrige Baby abzulegen, das nur in 15-Minuten-Intervallen schlief und ständig Körperkontakt forderte. Das Tragetuch hat mir ermöglicht, nicht von Haushaltsaufgaben überwältigt zu werden. Mehr noch: Das Baby schlief leicht ein, gewiegt von meinen Bewegungen. Das ist der Moment, in dem das Rückentragen sowohl für mich als auch für Papa unverzichtbar wurde!
2 - Kochen
Um nicht nur Konserven oder Nudeln zu essen, musste eine Lösung gefunden werden. Das Tragetuch, dann die Babytrage erwiesen sich als Wunderlösungen. Das Baby war sogar fasziniert davon, mich zu beobachten, wie ich unsere kleinen Gerichte schnitt, hackte und kochte. Der Spitzname "Ratatouille" wurde ihm schließlich gegeben, weil er mich in der Küche dirigierte... indem er an meinen Haaren zog, wie in dem Trickfilm, absolut! 
3 - Mit einem getragenen Baby ins Restaurant gehen
Die von allen Eltern so gefürchtete Prüfung! Und wenn das Baby weint und anklagende Blicke auf uns gerichtet werden?! Meistens ist es außerdem schwierig, einen Hochstuhl zu finden. Keine Möglichkeit, das Baby abzusetzen, besonders wenn man keinen Kinderwagen dabei hat! Als mein Sohn noch ein Baby war, war die Lösung im Restaurant schnell klar: Tragen im Sling. Wenn er wach war, saß er auf meinen Knien, dann legte ich ihn in den Sling, um ihn zu stillen, und er schlief ein, ganz nah bei mir, während des Essens. Ja, manchmal hat er etwas Essen auf den Kopf bekommen, das stimmt! 
4 - Ausflüge in die Stadt
Ich gebe zu, ich habe herzlich gelacht, als ich Eltern mit ihrem Kinderwagen in der U-Bahn gesehen habe! Einmal das Baby gut im Tragetuch untergebracht, erwiesen sich öffentliche Verkehrsmittel als viel einfacher. Man gewöhnt sich daran, Blicke auf sich zu ziehen mit seinem gurgelnd getragenen Baby. Ein weiterer Pluspunkt: Wenn man trägt, sind die Menschen weniger aufdringlich gegenüber Ihrem Kind. 
5 - Überall stillen
Für stillende Mütter ist das Tragetuch ein unbestreitbarer Vorteil. Es ist möglich, das Baby sehr schnell und in verschiedenen Positionen zu stillen. Das Tragetuch oder der Sling ermöglichen es auch, die Brust zu verbergen, wenn die Blicke etwas hartnäckiger werden. Stillen beim Gehen? Ja, das ist möglich!
Das Tragen seines Kindes wird sehr schnell zur zweiten Natur. Aber ein Baby zu tragen bedeutet auch, sehr starke Bindungen zu ihm aufzubauen, indem man wirklich seinen gesamten Alltag teilt. Sobald man bestimmte Vorurteile überwunden hat, hat mich das Tragen schon oft aus der Klemme geholfen!